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FAQ Telematik 3000


Der Druckjob beendet sich nicht

oder

Der Druckjob beendet sich erst nach zweimaliger Aufforderung

oder

Der Druckjob muß zweimal gestartet werden, beim ersten Start beendet er sich ohne Aufforderung von selber

Das ist die Folge eines MPE-Problems: Wenn das Betriebssystem nicht kontrolliert beendet wurde, z.B.: durch einen "system failure" oder eine "harte Stromabschaltung", kann es vorkommen, daß zu diesem Zeitpunkt geöffnete IPC-Dateien nachher nicht mehr richtig funktionieren: Der Anstoß des lesenden Prozesses erfolgt dann immer um einen Record zu spät.
Das Druckprogramm liest daher den Beendigungsbefehl (CMDREC 99) vom letzten Stop erst mit dem nächsten eingetragenen Satz, eigentlich werden auch die Kontrollausdrucke auf dieselbe Weise verzögert.

Abhilfe: Die betreffende Datei löschen und neu erzeugen:

  1. Telematik und Druckjob beenden, den Druckjob am besten mit "abortjob"
  2. Datei DRUCKIPC.TTXDTA.TTX löschen und neu erzeugen:

    1. Anmelden am System:
      :hello mgr.ttx,ttxdta
      :listf druckipx,2
      
    2. Falls die Datei nicht leer ist, eventuell den Inhalt auf eine temporäre Zwischendatei sichern:
      :Build tmp;rec=-80,3,f,ascii
      :File x=druckipc;STD
      :fcopy from=*x;to=tmp
      
    3. Druckipc löschen und neu erzeugen:
      :purge druckipc
      :build druckipc;msg;rec=-80,3,v,ascii
      
    4. Falls es einen Inhalt gab, diesen zurückkopieren:
      :fcopy from=tmp;to=druckipc
      :purge tmp
      
    5. Telematik und Druckjob wieder starten:
      :ttxan
      :ttxdrjan
      
Damit sollte das Problem gelöst sein.
Kommentar: Man könnte zwar in der Reorganisation oder beim Start des TTXJOB vorbeugend eine analoge Befehlsfolge einbauen, das wäre jedoch nur dann eine gangbare Lösung, wenn durch die Organisation gewährleistet ist, daß verlorengegangene Druckaufträge "verschmerzt" werden können, oder daß die Datei DRUCKIPC zum Zeitpunkt der Reorganisation immer leer ist.


Die Telematik/3000 läßt sich nicht beenden.


Es sind bisher 2 mögliche Ursachen bekannt, wo dieser Fall aufgetreten ist:
  1. Bereich "Programmatisches Interface". Es werden von einer "fremden" Anwendung Sendeaufträge an die Telematik übergeben. Im Zuge dessen ist im Auftragssatz eine sogenannte "Bestätigungsdatei" angegeben. Diese Bestätigungsdatei wurde als Message-Datei (IPC-Datei) angelegt, und die fremde Anwendung liest die in dieser Datei vorhandenen Sätze nicht aus. Die Datei wurde somit "vollgeschrieben" und die Routine der Telematik ist deshalb "write"-suspended. Achtung: eine IPC-Datei kann auch voll sein, wenn im LISTF,2 der Wert EOF kleiner als der Wert LIMIT ist (das hängt mit der variablen Blockstruktur im MPE zusammen)!

    Lösung in diesem Fall: Es genügt kurzfristig, mit fcopy die "Bestätigungsdatei" zu entleeren. Langfristig muß aber eine andere zielführende Lösung gefunden werden! Wenn die Fremdapplikation die Daten ohnedies nie liest, kann man die Datei auch als standard-sequentielle Datei anlegen (wenn die Telematik EOF bekommt, wird sie das ignorieren), oder die Bestätigungsdatei kann auch als cirkulare Datei angelegt werden.

  2. Es gab einen Fehler am DTC, an welchem das Telexinterface oder der Faxcontroller angeschlossen ist. Das Problem triff aber nach der Reparatur des DTC immer noch auf. In diesem Fall sollte ein "kundiger" Systemoperator oder Techniker mittels sysdiag und termdsm einen Reset auf das betreffende ldev machen, an dem das Telematik-"Gerät" angeschlossen ist.

    Danach sollte ein Neustart der Telematik möglich sein, und alles sollte wiederum "rund laufen".

    Hintergrund: In diesem Fall hat die Telematik keinerlei Chance sich selbst zu "erfangen", weil das MPE den betreffenden Prozess innerhalb des Intrinsic (meist beim open, wo man kein Timeout programmieren kann) gefangen hält. Die MPE-Befehle abortjob und abortio haben auf diesen einen Prozess keinen direkten Einfluß, weil der Process-Control-Block in diesem Wartegrund vom System nicht beachtet wird. Einzig der Reset durch Termdsm läßt den Fehler wirksam werden und erweckt den betroffenen Prozess wiederum zum Leben.

    Wenn ein Defekt des DTC vorliegt und dieser noch nicht repariert werden konnte, man aber die Telematik sauber beenden möchte, um die HP3000 niederzufahren - auch dann kann die oben beschriebene Vorgangsweise zielführend sein.


Auf der Systemkonsole erscheint in regelmäßigen Anständen die Meldung "TTXPORT xxx ABORTED" (blinkend, invers-video)

Der für einen bestimmten Anschluß (ldev xxx) zuständige Kommunikationsprozeß hat sich irregulär beendet.

Bitte stellen Sie sicher, daß die $STDLIST des TTXJOB, welcher gerade läuft, nicht verlorengehen kann. Beenden Sie den TTXJOB, sichern Sie seinen Spoolfile und senden Sie dieses an office@cogidata.com. Starten Sie die Telematik neu. Sollte der Fehler wieder auftreten, stornieren Sie den auf diesem Anschluß zuletzt versuchten Sendeauftrag (eventuell mit unserer Hilfe). Sollte der Fehler trotzdem wieder auftreten, müssen wir per Modem auf Ihre HP3000, wobei uns der oben gemachte Jobausdruck natürlich sehr hilft.


Auf der Systemkonsole erscheint in regelmäßigen Abständen die Nachricht:

Interface not ready
Störung bei Telematik-Anschluß xxx
Störung seit yymmdd hh:mm

und über diesen Anschluß werden keine Nachrichten versandt.

In diesem Fall sind 2 mögliche Ursachen wahrscheinlich:
  1. Das Telexinterface oder der Faxcontroller ist nicht eingeschaltet oder hat seine Tätigkeit eingestellt. In diesem Fall bitte das entsprechende Gerät überprüfen, aus- und wieder einschalten. Sollte dies nicht nützen, bitte Cogidata anrufen.

  2. Die Verbindungsleitung zwischen DTC und dem Interface ist unterbrochen.

    Überprüfen Sie die Leitung, indem Sie die Telematik stoppen, ein Terminal an den entsprechenden Anschluß hängen und einen Logon versuchen. (Achtung: ACCEPT- Befehl auf der Systemkonsole kann nötig sein). Solange dieser Logon nicht möglich ist, kann die Telematik auch nicht arbeiten.

    Wenn der Logon erfolgreich ist und die Telematik mit dem Gerät trotzdem nicht arbeiten kann, ist ein Hardwaredefekt (meist Blitzschlag) am Telexinterface oder am Faxcontroller wahrscheinlich. In solchen Fällen kann auch das Traceflag in der Gerätekonfiguration der Telematik als Diagnosehilfe herangezogen werden.


Wir haben eine Konfigurationsänderung gemacht, und seither erhalten wir keine Kontrollausdrucke für die Versendung mehr.

Voraussetzung für die Erzeugung eines Kontrollausdruckes ist, daß das Journalkennzeichen in der Anschlußmaske für die Konfiguration (zu erreichen mit "weitere Werte" der Controller auf "J") gesetzt ist. In dieser Maske befinden sich auch andere spezifische Konfigurationseinstellungen, welche im Handbuch nachzulesen sind.


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